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Atomwaffe Artikel
Atombombe "Fat Man" (dt. Dicker Mann) wird auf Transportwagen verladen, kurz vor dem Flug nach Nagasaki (20 kt Sprengkraft)
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Unterschriften auf dem Leitwerk der Atombombe "Fat Man"
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Atombombe "Little Boy" (dt. Kleiner Junge) wird kurz vor dem Start noch überprüft
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Atombombe "Little Boy" auf einem Transportwagen kurz vor dem Abflug nach Hiroshima (13 kt Sprengkraft)
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Zu den Atomwaffen, auch Kernwaffen oder Nuklearwaffen genannt, gehören alle Waffen, die ihre Explosionsenergie durch Kernspaltung oder Kernfusion gewinnen. Sie gehören zu den ABC-Waffen (auch Massenvernichtungswaffen). Eine Beschreibung über den ExplosionsAblauf nach Abschluss der nuklearen Kettenreaktion und über dessen Auswirkungen findet sich unter Atombombenexplosion. Der Artikel Zivile Atombomben beschreibt die bisherigen nicht-militärischen Atomexplosionen.
Buch-Tipp: Als die erste Atombombe fiel. Kinder aus Hiroshima berichten Prädikat: Sehr wertvoll! Der Autor betont, dass er auf keinen Fall ein "neues Abziehbild des Grauens" liefern möchte, sondern vielmehr versucht zu erreichen, dass das seit Ende des Kalten Krieges schwindende Bewusstsein in der Bevölkerung über Gefahr und Unmenschlichkeit nuklearer Waffen wieder geweckt wird. Ich denke, dieses Buch kann mit der... | |
Die Entwicklung der Kernwaffen stellt einen Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit dar.
Bereits die ersten Atombomben erreichten Explosionsenergien entsprechend mehr als zehntausend Tonnen konventionellen Sprengstoffs. Damit setzten sie genug Energie frei, um in dem August 1945 die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki fast vollständig zu zerstören und Hunderttausende von Menschen zu töten. Während des Kalten Krieges entwickelten vor allem die Vereinigte Staaten Amerika und die Sowjetunion Atomwaffen mit teilweise mehr als zehn Millionen Tonnen TNT-Äquivalent. Die stärkste jemals explodierte Bombe war die sowjetische Zar-Bombe. Sie wurde am 30.10 1961 bei einem atmosphärischen Atombombentest gezündet und setzte eine Energie von etwa 57 Millionen Tonnen TNT-Äquivalent frei. Eine Bombe mit derartiger Kraft hätte in dem Kriegseinsatz ganze Ballungsgebiete verwüstet.
Durch ihre große Zerstörungskraft, aber mehr noch durch die bei der Explosion freigesetzten radioaktiven Rückstände stellen Atomwaffen eine ernste existenzielle Bedrohung für die Menschheit und das Leben auf der Erde dar. Auch nachdem Zusammenbruch des Ostblocks ist die Gefahr eines Atomkrieges nicht gebannt. Eine zunehmende Zahl kleinerer Staaten strebt, teilweise bereits mit Erfolg, nach atomarer Aufrüstung. Der Umgang mit dieser Gefahr wird von vielen Politikwissenschaftlern als eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angesehen.
Buch-Tipp: Atomterror Spitzenbuch zu dem Thema! Um es mal vorweg zu nehmen: Wer sich über die Technik eines Atomsprengsatzes oder die physikalischen Abläufe einer Kernexplosion interessiert, sollte von diesem Buch absehen. Man geht hier weniger auf das Technische als auf die Geschichte der Nuklearwaffen ein und wer sie warum besitzt. Doch in diesem Bereich überzeugt das... |
Konstruktionsprinzip von Atombomben | |
Unterschieden werden grundsätzlich Atombomben nachdem Kernspaltungsprinzip ("klassische" Atombombe) und nachdem Kernfusionsprinzip (Wasserstoff- oder H-Bombe). Die Explosionsenergie reicht von der Sprengkraft weniger hundert Kilogramm TNT bis zu einigen Megatonnen (1 Megatonne = 1 Million Tonnen bzw. 1 Milliarde Kilogramm) TNT-Äquivalent. Im Artikel Atombombe (Technik) wird ein detaillierter Überblick auf die Technik von Atombomben gegeben.
Buch-Tipp: Atomversuche in Deutschland. Geheime Uranarbeiten in Gottow, Oranienburg und Stadtilm Atomversuche in Deutschland von Günter Nagel Wer sich für die jüngere Wissenschaftsgeschichte Deutschlands interessiert, findet im Buch von Günter Nagel einen äußerst interessanten Tatsachenbericht. Was dieses Buch von anderen mit ähnlicher Thematik unterscheidet (z. B. Unternehmen Paperclip von Franz Kurowski), ist die Einbeziehung von... |
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Strategische Atomwaffen sind Atomwaffen mit großer Sprengkraft, die nicht auf dem Gefechtsfeld eingesetzt werden, sondern Absichte in dem gegnerischen Hinterland zerstören sollen, wie z.B. ganze Städte oder Silos von Interkontinentalraketen. Ihre Sprengkraft reicht vom Kilotonnenbereich bis zu über theoretisch über 100 Megatonnen TNT bei der Wasserstoffbombe. Die bisher größte Wasserstoffbombe (genannt Zar-Bombe) wurde Anfang der 1960er Jahre in der Sowjetunion gezündet. Sie hatte eine Sprengkraft von nahezu 60 Megatonnen TNT. Zu dem Vergleich: die Hiroshima-Bombe hatte eine Sprengkraft von 13 Kilotonnen TNT.
Strategische Atomwaffen sind
- Atombomben, die von Flugzeugen abgeworfen werden
- Marschflugkörper (Cruise Missiles) mit Atomsprengkopf, die von Flugzeugen, Schiffen oder U-Booten abgefeuert werden können
- Landgestützte Interkontinentalraketen mit Atomsprengkopf, die in Silos auf dem Festland stationiert sind
- Seegestützte Raketen mit Atomsprengkopf, die von U-Booten gestartet werden
Eine Rakete kann je nach Bauart auch mehrere Atomsprengköpfe transportieren.
Buch-Tipp: Das Geheimnis der deutschen Atombombe Hochinteressant Was die beiden Autoren hier zusammengetragen haben ist schon eine kleine Sensation. Alles was wir bislang in der Schule über die Entwicklung der Atombombe in Deutschland gelernt haben wird auf den Kopf gestellt. Ganz offensichtlich sind wir jahrzehntelang amerikanischer Siegerpropaganda aufgesessen. Die Belege und Indizien dafür,... |
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Taktische Atomwaffen, auch atomare oder nukleare Gefechtsfeldwaffen genannt, werden ähnlich wie konventionelle Waffen gezielt gegen gegnerische Verbände oder Einheiten eingesetzt, besitzen aber eine höhere Sprengkraft. Ihre Sprengkraft ist aber für Atomwaffen vergleichsweise niedrig, sie reichen bis zu einigen hundert Kilotonnen TNT. Die kleinste taktische Atomwaffe in Truppendienst hat eine Sprengkraft von lediglich circa 0,3 KT.
Taktische Atomwaffen gibt oder gab es als
- Freifallbombe
- Artilleriegranaten, die von normalen Artilleriegeschützen verschossen werden können
- Raketen zur U-Boot-Abwehr
- Taktische Raketen kurzer Reichweite (z.B. "Lance", "Honest John")
- Luft-Luft-Raketen zur Bekämpfung von Flugzeugen (heute nicht mehr benutzt)
- Boden-Luft-Raketen (z.B. Bomarc) zur Bekämpfung von Flugzeugen und - beispielsweise in dem Rahmen des amerikanischen Safeguard-Systems - zur Abwehr von Interkontinentalraketen.
- Boden-Luft-Rakete
- Raketen zur Bekämpfung von Satelliten
- Nukleare Wasserbomben zu dem Einsatz gegen U-Boote
- Kofferbomben (zum Einsatz durch Geheimdienste)
Diskutiert wurden daneben auch
- Atomminen
- Im Weltraum stationierte Atombomben
- Torpedos zur U-Boot-Abwehr=== Mini-Nukes ===
So genannte "Mini-Nukes" sind Atomwaffen mit einer Sprengkraft unter fünf Kilotonnen. Die neue Forschung über kleine, technisch hoch entwickelte Atomwaffen ist in den Vereinigte Staaten Amerika geplant. Der US-Senat hob in dem Mai 2003 ein 10 Jahre altes Verbot der Entwicklung von Mini-Nukes auf. Diese Entscheidung wurde in dem Kongress durch eine Resolution geschwächt, die die Forschung erlaubt, jedoch ein Verbot der Entwicklung oder Herstellung neuer Atomwaffen mit kleiner Sprengkraft beibehält.=== Bunker Buster ===
Nukleare bunkerbrechende Waffen sollen tief in die Erde eindringen, um unterirdische und verhärtete Bunker zu zerstören. Es ist ausgeschlossen, dass die Bomben, aus der Luft abgeworfen, tief genug unter die Oberfläche eindringen und die Explosion vollkommen unterirdisch abläuft. Somit wird ein Bombenkrater erzeugt und hoch radioaktives Material in die Luft ausgeworfen. Ebenso sind durch die erzeugten Erdbeben großflächige Zerstörungen zu erwarten. Es gibt in dem US-Arsenal bereits eine "Bunker Buster": Die B-61-11, die laut des in dem Januar 2002 veröffentlichten Überprüfungsberichts (NPR = Nuclear Posture Review) der US-Atomwaffenpolitik eine Sprengkraftgröße von mehr als fünf Kilotonnen hat und damit keine "Mini-Nuke" ist. Diese Waffe dringt aus einer Höhe von gut 13 Tausend Metern ca. bis zu sieben Meter in die Erde und 2-3 Meter in gefrorenen Boden ein. Die Vereinigte Staaten Amerika haben etwa 50 dieser Bomben zur Verfügung.
Buch-Tipp: Die Atombombe und das Dritte Reich. Das Geheimnis des Dreiecks Arnstadt - Wechmar - Ohrdruf Spannend und aufschlußreich Ich habe mir das Buch, das ich bereits vor zwei Jahren kaufte, nochmals vorgenommen (wie auch alle anderen, die ich von Mayer/Mehner habe) und mit dem aktuellen Buch "Hitlers Bombe" von Historiker Rainer Karlsch verglichen. Mayer/Mehner haben viele Quellen aufgezeigt, die auch Karlsch benutzt, wenn auch letzterer beweiskräftigere... |
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Buch-Tipp: Heller als tausend Sonnen. Das Schicksal der Atomforscher. Light from a different direction! Recently, in theatres in London and New York, carried the dramatic play "Copenhagen," by the British playwright Michael Frayn, revisiting one theme from this now old book. Since translated from it's original German. The play centers around a detail, also in the book; a visit in September 1941 by the then young German... |
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In Deutschland arbeiteten während des zweiten Weltkrieges Forscher wie Werner Heisenberg oder Otto Hahn in dem Uranprojekt an der technischen Nutzbarmachung der Kernspaltung. Die Befürchtung der Vereinigte Staaten Amerika, Hitlerdeutschland könnte so eine Atombombe entwickeln, wurde zu dem Anlass genommen, selbst ein Atombombenprogramm auf die Beine zu stellen. Erst nachdem Krieg stellt man fest, dass in dem Uranprojekt keine Kernwaffen entwickelt wurden. 1942 wurde unter größter Geheimhaltung unter dem Decknamen "Projekt Y" (als Teil des Manhattan-Projekts) das Forschungslaboratorium Los Alamos in dem US-Bundesstaat New Mexico konzipiert. Von 1943 an arbeiteten dort unter der wissenschaftlichen Leitung Robert Oppenheimers mehrere tausend Menschen, vielfach Wissenschaftler und Techniker.
Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurde ein deutsches U-Boot nach Japan geschickt, das u.a. etwa eine halbe Tonne Uranoxid beförderte. Es ist unklar, wofür die Japaner das Uran benutzen wollten. Jedenfalls handelte es sich um Natururan, so dass auch nach Anreicherung keine ausreichende Menge für eine Atombombe hätte daraus gewonnen werden können. Die Besatzung des U-Bootes ergab sich nach der deutschen Kapitulation den Amerikanern, und das Uran wurde wahrscheinlich für das amerikanische Atomwaffenprogramm benutzt, ohne dabei jedoch eine entscheidende Rolle gespielt zu haben.
Am 16.07 1945 wurde die erste Atombombe oberirdisch bei Alamogordo gezündet (Trinity-Test). Die Bombe benutzte Plutonium als nukleares Brennmaterial und besaß eine Sprengkraft von etwa 20 Kilotonnen.
"Ground zero" in Hiroshima vor (oben) und nach der Explosion der Bombe (unten) (Zusammenstellung aus zwei Modellen in dem Atombombenmuseum von Hiroshima)
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Das eigentlich als Gegengewicht zu dem deutschen Atomprojekt begonnene amerikanische Atomprojekt kam aufgrund der deutschen Kapitulation nicht in Europa zu dem Einsatz. Darum wurden die ersten Luftangriffe mit Atombomben in dem August 1945 gegen die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki geflogen.
Buch-Tipp: Hiroshima. Countdown der Katastrophe Ergreifend!!! Eine packende und ergreifende Schilderung der Wochen, die nachhaltig die Welt veränderten. Durch die sehr detaillierte Darstellung der Charaktere und Geschehnisse wird der Leser hautnah mit dem Unvorstellbaren konfrontiert. |
Einsatz gegen Hiroshima und Nagasaki | |
Am 6.08 1945, also 21 Tage nachdem ersten erfolgreichen Test bei Alamogordo , warf der Bomber Enola Gay um 8.16 Uhr Ortszeit die erste Atombombe, Little Boy genannt, über der Küstenstadt Hiroshima ab, wo sie in etwa 600 m Höhe über dem Boden detonierte. Rund 90 Tausend Menschen starben sofort, weitere 50 Tausend Menschen starben Jahre bis Jahrzehnte später qualvoll an der Strahlenkrankheit.
Am 9.08 1945 wurde die zweite Atombombe, Fat Man genannt, über der Küstenstadt Nagasaki abgeworfen, von dem Bomber Bockscar. Aufgrund der schlechten Sicht wurden die geplanten Abwurfkoordinaten verfehlt. Bei diesem Angriff starben 36 Tausend Menschen sofort, weitere 40 Tausend Menschen wurden so stark verstrahlt, dass sie Jahre bis Jahrzehnte später einen qualvollen Tod starben.
Buch-Tipp: Hiroshima. Geschichte und Nachgeschichte Der Umgang mit Hiroshima Eines vorweg: Wer von Florian Coulmas'Buch "Hiroshima" eine Chronologie des Atombombenabwurfs auf Hiroshima erwartet wird enttäuscht werden. Vielmehr geht es um die Gründe für den Einsatz der Atombomben auf Hiroshima, wie auch 3 Tage später auf Nagasaki. Hier werden die technologische, die militärische, die politische... |
Entwicklung der Wasserstoffbombe | |
Die weitere Entwicklung von Atomwaffen führte zur Wasserstoffbombe. Die erste Zündung einer Wasserstoffbombe mit dem Codenamen "Ivy Mike" erfolgte am 1.11 1952 auf dem Bikini-Atoll und setzte eine Energie wie 10 Megatonnen TNT frei.
Die Notwendigkeit, angereichertes Uran und Plutonium zu dem Atomwaffenbau herzustellen, führte zur Entwicklung von Urananreicherungsanlagen sowie den ersten Kernreaktoren. Die hierdurch gewonnenen Erfahrungen beschleunigten den Aufbau einer zivilen Nutzung der Kernenergie.
Weltweit, teilweise auch in den Vereinigte Staaten Amerika selbst, wird der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung als ungerechtfertigt verurteilt.
Die Entwicklung der Atombombe wird heute (in der zivilisierten Welt) als das dunkelste Kapitel der Technik- und Wissenschaftsgeschichte angesehen. Die Atombombe ist der Inbegriff des "Fluches der Technik".
Die Erfindung der Atomwaffen löste ein beispielloses Wettrüsten - insbesondere zwischen den Vereinigte Staaten Amerika und der Sowjetunion - aus und war die schwerste Bedrohung in der Zeit des Kalten Krieges.
Die Atomwaffe hatte hier andererseits möglicherweise eine hemmende Wirkung in dem positiven Sinne, weil die direkte Konfrontation auf beiden Seiten nicht zuletzt wegen dieser übermächtigen Bedrohung einer nuklearen Explosion gescheut wurde.
Unter diesem Eindruck wurden die Risiken des technischen Fortschritts insbesondere in der Literatur vielfach erörtert.
Buch-Tipp: Hitlers Bombe. Die geheime Geschichte der deutschen Kernwaffenversuche Der Wahrheit in das Auge sehen Rainer Karlschs Buch ist nicht ca. hervorragend recherchiert, es zeigt auch, dass man aus der Geschichte lernen kann und muss. Dabei darf uns nicht erschrecken, dass die Aura einiger deutscher Vorzeigegelehrter in dem Rückblick an einigen Stellen etwas verblasst, wenn es um die Erhellung ihrer Funktion in dem Wissenschaftsbetrieb... |
Entwicklung nachdem Kalten Krieg | |
Nach dem Zerfall der Sowjetunion zu Beginn der 1990er Jahre bezweifeln Experten den militärischen Sinn von Atomwaffen, da jedeAbsicht auch mit konventionellen Waffen der gewünschten Größenordnung zerstört werden kann. Als größte Gefahr der atomaren Bewaffnung wird daher ein Einsatz durch Terroristen angesehen, denn diese könnten bei Verwendung von Atomwaffen mit kleinem Aufwand großen Schaden anrichten (siehe Hiroshima bzw. Nagasaki), während Atomwaffen in dem Kampf gegen den Terrorismus vollkommen ungeeignet sind.
Unabhängig von dieser Entwicklung blieben die Vereinigte Staaten Amerika und Russische Förderation als Nachfolgestaat der Sowjetunion diejenigen Staaten mit den meisten Atomwaffen. Ihr Arsenal wird auch zusätzlich gepflegt, entzog sich jedoch nach Ende des Kalten Krieges mehr und mehr der öffentlichen Aufmerksamkeit. Während zunächst die Entwicklungstätigkeit in diesem Bereich erlahmte, werden in den Vereinigte Staaten Amerika seit Ende der neunziger Jahre so genannte Bunker Buster entwickelt. Diese Atomwaffen kleiner Sprengkraft dienen der Vernichtung unterirdischer Anlagen. Sie werden mit hoher Geschindigkeit in den Boden geschossen, dringen in diesen ein und explodieren dann unterirdisch. Dadurch lösen sie eine Schockwelle in dem Boden aus, die die angegriffenen Anlagen zerstört. Politischer Hintergrund dieser Entwicklung sind vermehrte Anstrengungen einiger Staaten der dritten Welt wie dem Iran, wichtige militärische Bauten unterirdisch anzulegen, um sie in dem Kriegsfall den Angriffen durch überlegene Luftstreitkräfte zu entziehen.
Die Entwicklung solcher kleiner Atomwaffen wird in der Fachwelt als eine Gefahr eingeschätzt, da ihr Einsatz kaum Aufsehen erregen würde. Statt zerstörter Städte und tausender Toter würde die Weltöffentlichkeit lediglich einen kleinen Krater sehen. In der Konsequenz würde die Hemmschwelle sinken, Atomwaffen einzusetzen und auf diese Weise vergleichsweise preiswert - ohne Verlust eigener Soldaten und ohne allzu negatives Image - Kriege in der dritten Welt zu führen.Aktuell verfügen folgende Staaten über Atomwaffen und gelten daher als Atommächte:
Vereinigte Staaten Amerika, Russland, Frankreich, Großbritannien, China, Indien und Pakistan. Obwohl nie von offizieller Seite bestätigt, gilt es als unstrittig, dass auch Israel in dem Besitz von Atomwaffen ist, da das Land in der Vergangenheit seinen Nachbarländern mehrfach mit deren Einsatz gedroht hat. Bei Nordkorea gilt der Besitz einer Atomwaffe als möglich, ist aber nicht gesichert.
Einen Überblick über die verschiedenen Atomwaffenprogramme gibt die Definition über Atommächte.
Buch-Tipp: Uran für Moskau. Die Wismut - Eine populäre Geschichte Eine Beschreibung zum Buch " Uran für Moskau. Die Wismut - Eine populäre Geschichte" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
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Zwischen 1950 und 1980 wurden 32 Unfälle mit US-amerikanischen Atomwaffen bekannt. Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren mussten viele Waffen bei Notlandungen von Bombern abgeworfen werden. Manche der Waffen wurden nie wieder gefunden, weil sie in den Ozeanen abgeworfen (aber nicht gezündet) wurden. Nach Schätzungen von Greenpeace wurden etwa 50 Atombomben verloren. 11 Bomben vermisst die Vereinigte Staaten Amerika. Radioaktive Verseuchung wurde ca. in wenigen Fällen festgestellt.
Eine Übersicht der Unfälle kann auf der Liste der nuklearen Unfälle gefunden werden.
Buch-Tipp: Urangeheimnisse. Das Erzgebirge im Brennpunkt der Weltpolitik 1933-1960 Eine Beschreibung zum Buch " Urangeheimnisse. Das Erzgebirge in dem Brennpunkt der Weltpolitik 1933-1960" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
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Am 10. Oktober 1963 trat das Teststoppabkommen in Kraft, worin sich einige Großmächte einigten, keine Nuklearwaffen in dem Wasser, in dem All und in der Atmosphäre zu zünden. Unterirdische Tests sollten eine bestimmte Stärke nicht überschreiten. Diesem Abkommen sind bisher 120 Nationen beigetreten.
Seit 1996 liegt der Vertrag zum umfassenden Verbot von Nuklearversuchen zur Unterzeichnung auf, ist aber noch nicht (August 2004) in Kraft getreten.
Die Einhaltung der Verträge wird durch Erdbebenmessstationen in der ganzen Welt kontrolliert. Diese reagieren bereits auf kleinste Vibrationen und ermöglichen eine recht genaue Ortung von unterirdischen Detonationen, zudem unterscheiden sich die seismographischen Signaturen von Erdbeben und Atomwaffentests deutlich.==Siehe auch==
Uranmunition, Atommacht, Atomkrieg, Nuklearer Holocaust, ABC-Waffen, Kernwaffen-Effekt, Plutoniumbombe, Atombombentest, EMP, Kalter Krieg, Wettrüsten, Strategic Defense Initiative (SDI), Atomkriegsuhr (Doomsday clock), Demonstrative Use, Nukleare Basiswelle
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